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A Travelcompanion

A Travelcompanion

 

Day 3 starts with a great breakfast at the guesthouse, over the food Eddie and I discuss our routes for tomorrow and realise we have the same target for today, Tariat. So this is a race now? Well not really, after breakfast Eddie headed of to the main road to find a bus or hitch a ride to Tariat. I still had to do maintenance on my Puch Maxi, and while I just tried to get my luggage rack welded at the guest house, after it broke yesterday, I got a message that he already hitched a ride to Tariat, well there goes the race. Additionally my chain is worrying my a bit, I have had to tighten it every day now, despite oiling it each day anew. A bit late for the day at around 10am I finally left Tsetserleg, and immediately out of town I had to pay 500 Tg, toll to use the road and that Road was something. Directly after the toolbooth a pass started that was only gravel paved, the climb was so steep and went up so far my Maxi just couldn’t handle it, even after changing the main jet for the next smaller one she gave up. And I also managed to “kill” the motor, so now I was there in this steep pass having to push my Moped to the top. This was the most exhausting thing so far, at 2000m I could only push the heavy Moped for like 30m until I needed a rest, but after a lot of work and swearing I managed to get her to the top and continue downhill for a bit. At around 1900m the road continued through beautiful valleys with the odd small pass, most of them I just needed to pedal a bit though, but the last one which was unpaved again was once more to big. This time I had learned my lesson and kept the motor running, so that I could throttle up and just walk next to the bike, which did work, but slowest speed for the Maxi was just a tad bit too fast for me, but better than pushing her. Going down towards Tariat I passed through larch forests for the first time, but this great feeling was soon overcome by dropping temperatures and increasing winds. The last 30km to Tariat I battled crazy headwinds my Puch Maxi could barely overcome. Eddie by the way arrived in Tariat around 1pm, I only managed to get there at around 5pm after 190km. We both checked in at Tungas Guesthouse, though the Place offers no running water and the toilet is just a latrine in the yard, it was great escaping the cold, since Tunga heated the whole house through a wood fired central heating. Regarding the Guesthouses Amenities that’s what you can expect in a town of 600 People without any running water or plumbing. At the Guesthouse was also a swiss couple, who tried to hitch a ride towards Moron, but waited four hours in the cold for nothing. We had a dinner of fried fish dumplings with them and Eddie and I finished the day of with some beer and a little bottle of vodka.

 

 

 

 

 

 

 

Day 4, originally I wanted to head towards Tosontsengel today, but the weather was just too bad, extreme winds paired with temperature around freezing made my quite happy to take the day off riding. After breakfast the swiss couple left with Tungas husband for Jargalant in the north and Eddie and I strolled a bit through the small town checking out the little shops and at lunch he introduced me to Suivan, a pasta dish with meat and vegetables, which is usually pretty cheap and you get huge portions of it. The rest of the day was spent editing some pictures, relaxing and checking the forecast for the next days. I also had to use the outhouse for a dump, squatting over a hole in some wooden boards while the freezing wind caresses your private part is not the most pleasant thing out there. For Dinner Tunga made us a very hearty soup, perfect for the weather and we then spent the evening with some beer and sweets. Tungas Kid also had a lot of fun with us, that little 3 year old really has tons of energy and just couldn’t keep still for a moment. Later that night a girl from Spain joined us, she came from Jargalant back with Tungas husband. A rather uneventful day, but tomorrow I will continue on to Tosontsengel.

 


 

Ein Reisepartner

Tag 3 startet mit einem bodenständigen Frühstück, beim Essen besprechen Eddie und Ich unsere jeweilige Reiseplanung und bemerken, dass wir das gleiche Ziel für heute haben, den Ort Tariat. Wird das nun ein Rennen? Naja nicht wirklich, nach dem Frühstück machte sich Eddie gleich auf den Weg zur Hauptstraße um einen Bus oder eine Mitfahrgelegenheit zu erwischen, während ich noch die Puch Maxi durchchecken musste. Grade als ich dabei war im Guesthouse meinen Gepäckträger schweißen zu lassen, welcher auf der gestrigen Etappe von einer Halterung gerissen war, bekam ich eine Nachricht, dass er bei einer Familie im Auto untergekommen sei. Na das Rennen war wohl schon entschieden. Die Kette ist ein bisschen das Sorgenkind, musste sie jetzt jeden Tag nachspannen, trotz täglichem ölen. Um 10 verließ ich endlich Tsetserleg und gleich nach der Stadt musste ich 500 Tg (0,18€) Maut für die Straße nach Tariat bezahlen. Nach dem Mauthäuschen gings dann auch schon richtig los, ein heftiger Bergpass wollte bezwungen werden, aber die Maxi kam mit den über 2000 Höhenmetern und der krassen Steigung nicht zurecht, selbst nachdem ich nochmal eine kleinere Düse verbaut hatte ging es nicht wirklich besser. Zu allem Überfluss starb mir auch noch der Motor beim absteigen ab, so musste ich die Maxi die letzten 300m den Pass hochschieben. Durch die Höhe und das schwere Moped kam ich immer nur so 30m voran bis ich eine Pause einlegen musste, die Passhöhe wurde aber unter viel fluchen doch bezwungen, danach gings auch wieder ein bisschen bergab. Die nächsten Kilometer schlängelte sich die Straße auf ca 1900m Seehöhe durch wunderschöne Täler, natürlich gab es auch den ein oder anderen kleinen Pass zu bewältigen, die aber mit etwas treten schnell gemeistert waren. Nur der letzte Pass des Tages hatte es nochmal in sich und war auch nicht asphaltiert, diesmal hatte ich meine Lektion aber gelernt und lies den Motor laufen, damit ich nebenher gehen konnte und sich die Maxi von selbst schiebt, langsamste Geschwindigkeit der Maxi war aber doch etwas schneller als mein Geh-tempo, was das Ganze nicht wirklich erholsam machte. Am Weg nach Tariat runter bin ich dann auch zum ersten mal durch die knorrigen Lärchenwälder gefahren, die wirklich etwas faszinierendes an sich haben. Dieses Highlight wurde aber schnell durch fallende Temperaturen und zunehmenden Gegenwind zunichte gemacht. Die letzten 30km nach Tariat kämpfte ich gegen extremen Gegenwind, gegen den meine Maxi nur gerade so ankam. Eddie war übrigens bereits um 13 Uhr angekommen, meine Ankunft war erst gegen 17 Uhr in Tungas Guesthouse  nach 190km. Das Guesthouse hat zwar leider kein fließendes Wasser und es gibt nur ein Plumpsklo im Garten, aber in einem 600 Seelenort ohne fließend Wasser und Abwasser kann man halt nicht mehr erwarten. Immerhin gab es eine Zentralheizung, dessen Kessel Tunga mit einem Holzfeuer in ihrem Wohnbereich erhitzte. Im Guesthouse übernachtete auch ein Schweizer Pärchen, das 4 Stunden an der Straße erfolglos Richtung Mörön trampen wollte. Zum Abendessen gabs frittierte Fisch-Teigtaschen, Eddie und Ich haben dann den Abend bei Bier und einer kleinen Vodkaflasche ausklingen lassen.

 

Tag 4, ursprünglich wollte ich heute nach Tosontsengel weiterreisen, aber das Wetter machte mir da einen ordentlichen Strich durch die Rechnung, starke Windböen und eisige Temperaturen um den Gefrierpunkt machten mir die Entscheidung, eine Pause zu machen, sehr leicht. Nach dem Frühstück fuhren die Schweizer mit Tungas Ehemann Richtung Norden nach Jargalant. Eddie und ich haben den Ort etwas erkundet uns die kleinen Geschäfte angesehen und zum Mittagessen hab ich durch Eddie Suivan kennen gelernt. Ein Nudelgericht mit Fleisch und Gemüse, welches ziehmlich billig ist, aber man von den riesigen Portionen echt gut satt wird. Den Rest des Tages habe ich Fotos bearbeitet, entspannt und den Wetterbericht für die nächsten Tage analysiert. Heute war auch der Tag an dem ich doch das „Klo“ richtig benutzen musste. In einem Bretterverschlag über nem Loch in den Dielen zu hocken, während der eisige Wind das Gesäß streichelt gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsmomenten. Zum Abendessen gabs eine deftige Suppe, perfekt für den kalten Tag, der Abend wurde dann wieder bei Bier und Süßigkeiten verbracht. Auch Tungas jüngster Sohn hielt uns ordentlich auf Trab, der 3-Jährige hat wirklich keine Sekunde stillgehalten. Später am Abend kam dann auch eine Spanierin ins Guesthouse, sie ist mit Tungas Mann aus Jargalant zurückgefahren. Ein eher unspektakulärer Tag geht zu Ende, morgen werde ich dann nach Tosontsengel weiterfahren.