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The Green Steppe

The Green Steppe

Around 8AM on Day 20 I leave my "Hotel" towards Semey or Semipalatisnk as it is called in Russian, closeby was the former testing site for nuclear weapons from the soviets. The Region is still suffering the consequences today.

The Road led me through beautiful Pine forests towards the city, I actually had to do something here, since my head gasket was still leaking I needed to find a shop that preferable sold some or I had to improvise. First I wanted to go to a big motorcycle store I found online, but at the adress I couldn't find anything, after another half-hour deciphering everything on the Website I realised that the shop wasn't actually here and Maps just had a wrong marker, what a Waste of time! I then drove through half the city again to a different shop this time I found it, but they didn't have anything I could use. So I had to improvise, I drove to the next big General-Store, and after looking for Aluminium-products I settled for an energydrink in an aluminium-can plus a pair of scissors. In front of the Store I then proceeded to drink the energydrink and take of my cylinderhead. I then carefully fashioned a gasket out of the can and put everything back together. On the next 50km i will see if it works.

After Semey the Landscape got boring, I had finally reached the steppe, however since it was still rather early, everything was mostly green and even some flowers could be spotted. The Gasket actually worked and the Moped stopped soaking my boots in oil, but I had different issues. The Maxi wasn't running well, at a stop I soon found out why, I didn't properly insert the Carburetor into the intake socket, I also changed the Main-jet. However I still got some more problems after that, as if the carburetor wasn't getting enough fuel at times, but I checked everything and the flowrate was good. Only after the third time checking I realised there was a small piece of translucent plastik in the inlet of the carburetor blocking the fuel, probably came from the cheap chinese fuel filter, after removing it everything ran smoothly again.

In the evening I slept again at a roadside Cafe/Truckstop and used the time in the evening to carve a piece of wood into an attachment for my exhaust protecting my bag from the heat. A bunch of Locals watched me and even helped a bit, some of them were Goldminers from the area.

Since the Place had no shower I left rather early on Day 21, while having breakfast in a parking lot along the road and adjusting the new "heat-shield" on my exhaust a friendly truck-driver helped me. He was taking a break there when I left again, but soon he and his friend passed me on the road honking and waving nicely. A while later I managed to overtake them due to a breakdown they had. I was taking some pictures, when they passed my again and signed me if I wanted some food, since it was noon, and further signed me to drive to the next cafe on the road. So I did, we met at the cafe they ordered some local food (Lagman) and showed me how the Locals eat Lunch here. Then one of them called his son, who is in college studying to become an Interpreter and I had to tell him all about me so that he could tell his father, an interesting conversation but it's always possible somehow. The Truckers were really interested and blown away by my adventure, but after about an hour we had to say our goodbyes and continue.

In the Afternoon the weather started getting warm and the Road got bad, very bumpy. At some point I noticed that my luggage rack showed signs of breaking where I had it welded and a few kilometers later it finally snapped right off. The only way to continue was putting my backpack on my back and adjusting the bike-bags so they would still fit, which didn't leave a lot of space to move the pedals. I decided to spend the night in Ajagös and maybe find a place to get the rack welded. The Guy at the Hotel I found told me his brother was good at welding and we could fix it tomorrow before I leave. Great, I really love how friendly the people here are, also the shashlik at the hotel was amazing. Looking forward to tomorrow I went to bed.

 


 

Die grüne Steppe

 

An Tag 20 geht es mal wieder gegen 8 Uhr los vom Hotel, diesmal Richtung Semey oder Semipalatinsk in Russisch. Nahe der Stadt fanden viele sowjetische Nukleartests statt und die Region leidet noch immer unter den Konsequenzen.

Ich folgte der Straße durch einen tollen Kiefernwald in die Stadt, dort musste ich heute auch noch etwas erledigen, nachdem meine Kopfdichtung noch immer Öl verlor wollte ich in einem Geschäft Ersatz dafür finden, Idealerweise ohne viel zu Improvisieren. Zuerst wollte ich es bei einem Motorradhändler probieren, welchen ich online gefunden hatte, leider konnte ich an der Adresse nichts finden. Nach genauerer Internetrecherche und dem übersetzen der kompletten Seite, fand ich heraus, dass der Laden überhaupt in einer anderen Stadt war, Google Maps hatte einfach einen falschen Marker, unnötig! Zurück ging es wieder durch die halbe Stadt zu einem anderen Motorradgeschäft, das existierte zwar aber leider konnte ich kein geeignetes Teil finden. Also musste ich doch improvisieren, in einem Großmarkt sah ich mich nach allen möglichen Aluminiumprodukten um und kaufte schlussendlich eine Schere und einen Energydrink in einer Aluminiumdose. Vor dem Laden musste selbiger erstmal ausgetrunken werden bevor ich den Zylinderkopf abnahm und aus der Dose vorsichtig eine passende Ersatzdichtung schnitt. Nachdem alles wieder zusammengebaut war, musste sowieso wieder weitergefahren werden um die Funktion zu testen.

Nach Semey wurde die Landschaft auch langweilig, ich hatte die Steppe erreicht. Trotz allem war sie um diese Jahreszeit (Anfang Juni) noch recht grün und auch Blumen konnte man sehen. Die improvisierte Kopfdichtung hielt auch wirklich dicht und die Maxi versaute mir meine Schuhe nicht mehr mit Öl, aber es gab ein paar andere Probleme. Das Mofa lief nicht wirklich gut und bei einer Überprüfung fand ich heraus, dass ich den Vergaser nicht korrekt auf den Ansaugstutzen gesteckt hatte, die Hauptdüse habe ich auch noch gewechselt. Dennoch hatte ich nachher noch ein weiteres Problem, zwischendurch schien der Vergaser kein Benzin zu bekommen, selbst mehrmaliges Überprüfen unterschiedlicher möglicher Ursachen brachte keine Verbesserung. Beim zweiten kompletten zerlegen des Vergasers fand ich den Übeltäter schließlich, im Einlass des Vergasers blockierte ein durchsichtiges Stück Plastik den Fluss, wahrscheinlich aus dem chinesischen Benzinfilter. Nachdem ich es entfernt hatte lief alles wieder ganz regulär.

Am Abend quartierte ich mich wieder in einem der Truckstops entlang der Straße ein, und machte mich daran aus einem Stück Holz einen Hitzeschutz für den Auspuff zu schnitzen, da dieser bereits Löcher in meine Tasche gebrannt hatte. Einige Einheimische beobachteten mich dabei und halfen auch ein bisschen, ein paar von ihnen arbeiteten in einer Goldmine in der Nähe.

Nachdem der Gasthof keine Dusche hatte gings an Tag 21 etwas vor 8 Uhr los. Beim Frühstücksstop auf einem Parkplatz an der Straße half mir ein freundlicher LKW-Fahrer meinen „Hitzeschild“ neu zu fixieren. Als ich weiter fuhr machte er gerade ein Vormittags Nickerchen in seinem LKW, aber bald schon wurde ich auf der Straße von ihm und seinem Kollegen überholt, sie hupten und wir winkten uns freundlich zu. Nach einer Weile konnte ich sie aber wieder überholen, da sie an einem ihrer LKWs schrauben mussten.

Ich war gerade dabei ein paar Fotos zu machen, als ich wieder von ihnen überholt wurde deuteten sie mir ob ich nicht mit ihnen zu Mittag essen möchte, und dass ich die Straße runter zum Kafe fahren soll, wo sie halten werden. Und ja das lässt sich alles im Vorbeifahren mit Händen deuten. So trafen wir uns in besagtem Kafe, sie bestellten Lagman, ein typisches Nudelgericht Zentralasiens und zeigten mir wie man hier typischerweise isst. Anschließend rief einer der Fahrer seinen Sohn an, welcher studiert um Dolmetscher zu werden, ihm musste ich alles über mich und meine Reise erzählen und er übersetzte es wiederum seinem Vater. Eine interessante Art ein Telefonat zu führen aber irgendwie schafft man es doch immer. Die LKW-Fahrer waren wirklich interessiert an meiner Tour und auch ganz schön beeindruckt, leider mussten wir uns nach einer Stunde auch schon auf Wiedersehen sagen, denn die Straße wartete.

Nachmittags wurde es dann auch erstmalig richtig warm auf der Reise, aber leider wurde auch die Straße ziemlich ungemütlich. Irgendwann fiel mir auf, dass mein Gepäckträger Risse aufwies wo er geschweißt wurde und ein paar Kilometer später brach er dann auch sauber ab. Ich konnte immerhin weiterfahren indem ich den Rucksack auf meinen Rücken nahm und die Fahrradtaschen anpasste damit sie auf den Rest des Trägers passten, leider konnte man das Tretwerk dadurch nicht mehr wirklich nutzen. Ziemlich angefressen beschloss ich in der nächsten Stadt Ajagös ins Hotel zu gehen und einen Schweißer zu suchen. Der Eigentümer des Hotels erklärte mir, dass sein Bruder gut schweißen könne und dass wir den Gepäckträger morgen früh gegen 8 bevor ich fahre reparieren könnten. Tolle Nachrichten, ich finde es wirklich super wie freundlich die Menschen hier sind, auch das Schaschlik im Hotel war richtig gut. Mit einem guten Gefühl für morgen ging es ins Bett.

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